60+ – Gesund im Alter

Am Freitag, den 27.Februar 2026 lud der Arbeitskreis 60+ die Bevölkerung ins Jugendheim zum Vortrag: Gesund im Alter – die Apotheke als zuverlässiger Ansprechpartner ein. Hauptorganisatorin war diesmal Frau Corinna Leeb, Seniorenbeauftragte der Gemeinde Otzing. Sie konnte die Referenten Herrn Christoph Göttlinger (Apotheker) und Frau Bea Pleintinger (PTA) aus der Antonius Apotheke zusammen mit der Markt Apotheke aus Wallersdorf gewinnen. Trotz den ersten warmen Sonnenstrahlen in diesem Jahr, kamen 60 Gäste zu diesem informativen Vortrag. Nach dem köstlichen Kaffee und Kuchen, begrüßte Frau Rosi Schmid, Arbeitskreis 60+ Beauftragte der Pfarrgemeinde die zahlreichen Gäste und Ehrengäste recht herzlich. Diese waren Herr Pfarrer Antony Soosai, Kirchenpfleger Herr Bernhard Jokisch und die Vertreter der örtlichen Vereine wie Frau Ottilie Limbrunner, Frau Elisabeth Abel /Landfrauen; Frau Resi Bukowski /VdK, die Abordnungen vom Mütterverein aus Otzing und schließlich die zwei Referenten aus Wallersdorf Herrn Göttlinger und Frau Pleintinger. „Schön, dass Ihr alle gekommen seid!“

Gesund älter werden, das wünscht sich jeder. Das ist ein Thema, dass doch viele interessiert. Deshalb brauchen wir einen verlässlichen Ansprechpartner. Die lokale Apotheke: ist nah, bietet persönliche Fachberatung und Serviceleistungen wie z.B. Messungen an, die für Akutfälle und Beratung unverzichtbar sind. Sofortige Versorgung und immer ein offenes Ohr für unsere Fragen.

Der Apotheker Hr. Göttlinger begann mit dem Beipackzettel. „Hat den schon mal wer ganz gelesen?“ Medikamente mit Milch einnehmen – ja/nein? Antibiotika – wann sinnvoll ? Fehlgebrauch mit Medikamenten wie z.B. zu hoch dosiert oder zu lange eingenommen kann zu Medikamentenabhängigkeit führen, wirken vielleicht gar nicht mehr, so der Referent. Grundsätzlich sollte man keine Medikamente vom Nachbarn oder anderen Personen einnehmen. Ein Medikament, das dem Nachbarn hilft, kann einem selbst schaden oder unerwünschte Wirkung hervorrufen. Er ging auch auf Medikamentenfälschungen ein. Solche gefälschte Produkte stellen ein Gesundheitsrisiko dar, da sie harmlose (wie Kreide) oder gefährliche Substanzen (Lösungsmittel) enthalten können. Deshalb braucht auch ein zugelassenes Medikament lange, bis es zur Freigabe auf den Markt kommt. Der Arzt und auch der Apotheker muss vor der Verordnung eines Medikaments oder Behandlung auch zwingend eine Nutzen- Risiko-Abwägung durchführen, um die Patientensicherheit zu gewährleisten. Herr Göttlinger ging auch auf viele mögliche Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Gegenanzeigen von Medikamenten ein. Auf alle Fälle muss man ausreichend dazu trinken. Bei zu wenig Trinkmenge kann sich ein Wirkstoff aufkonzentrieren und das kann lebensbedrohlich sein, so der Referent. Als Faustregel gilt, Tabletten und Kapseln immer mit einem großen Glas Wasser (ca.200- 250ml) zu schlucken. Die Einnahme von Medikamenten (vor, zu, oder nach dem Essen) hängt vom Wirkstoff ab. Wichtig ist auch zu wissen, dass im Alter Medikamente anders wirken. Sie verursachen öfters Benommenheit , Schwindel und führen dann zu unvorhersehbaren Stürzen. Die veränderten Stoffwechselprozesse und reduzierte Leber und Nierenfunktion im Alter führen dazu, dass Wirkstoffe langsamer abgebaut werden oder stärker wirken. Welche Hilfen bietet die Apotheke noch? Pharmazeutische Dienstleistungen wie Blutdruck oder Blutzucker messen, Medikamentenanalysen, sie beantworten Fragen zu ihren Medikamenten in vertraulicher Atmosphäre (nach Termin). Bei Pflegehilfsmitteln wie z.B. Bettschutzunterlagen,… für pflegebedürftige Personen mit Pflegegrad 1-5, hilft Ihnen gerne die Apotheke beim Antragstellen der zuständigen Pflegekasse. Weitere Fragen wie z.B. löse ich ein eRezept ein, wurden erklärt. Auch der kostenlose Lieferservice der Wallersdorfer Apotheken wurde angesprochen. Schneller und persönlicher als jede Versandapotheke , so auf ihrer aufgestellten Werbetafel-Arzneiland im Jugendheim. Im Anschluss ging Frau Pleintinger Bea noch auf die Haut im Alter ein. Die Haut wird ab dem 40. Lebensjahr schlaffer, faltriger, trockener, schuppiger und Juckreiz kann entstehen. Abhilfen hierfür sind rückfettende Duschgele oder Duschöle, die auch in der Apotheke zu erwerben sind, nicht zu oft oder zu heiß duschen, richtige Pflegeprodukte anwenden, reizende Inhaltsstoffe wie z.B. Parfüm oder Alkohol vermeiden, Sonnenschutz im Frühjahr/Sommer, ausreichend Trinken und gesunde Ernährung. Bei anhaltenden Beschwerden wie Hautprobleme und Juckreiz können es auch Nebenwirkungen von Medikamenten sein, oder unentdeckte Allergien. Bei anhaltenden oder verschlimmernden Beschwerden sollte dann doch dringend ein Arzt aufgesucht werden.

Rosi Schmid bedankte sich nach dem fast 2 stündigen, sehr interessanten, fesselnden Vortrag bei Frau Pleintinger und Herrn Göttlinger mit je einem Geschenk.

Nächste Veranstaltung bei 60+: Freitag, den 27.März 2026, um 14 Uhr im Jugendheim in Otzing. Thema: Hausnotruf, nach dem Motto:“Beruhigt und sicher zu Hause leben“. Referenten: Frau Müller Melanie und Herr Damböck Josef – Hausnotrufbeauftragte bei Caritas in Plattling.